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 | |  | | Auch Heimatgeschichte muss mit der Zeit gehen (WZ Burscheid, 30.10.2009) | |
| Rheinisch-Bergischer Kalender Das immer wieder modifizierte Jahrbuch ist in seiner 80. Ausgabe erschienen.
Von Thomas Wintgen
Rhein.-Berg. Kreis. 1909 hat es den Rheinisch-Bergischen Kalender zum ersten Mal gegeben. Dass gerade die 80. Ausgabe in die Buchhandlungen gekommen ist, liegt an den Wirren der Weltkriege sowie an Papiermangel 1922/23. Das es ihn überhaupt 90 Jahre später noch geben würde, das habe damals niemand vorausgesehen, meinte Verleger Hans-Martin Heider bei der Präsentation auf einer Pressekonferenz in Odenthal. Den wesentlichen Schlüssel zu dieser Erfolgsgeschichte sieht er in der Wandlungsfähigkeit des Kalenders, der – inhaltlich wie äußerlich – immer mal wieder moderat modifiziert worden ist. Positive Resonanz erfuhr das neue Layout 2009, in diesem Jahr noch einmal überarbeitet. So ist die Schrift ein wenig größer geworden, gibt es den eigentlichen Kalender wieder komprimiert und nicht mehr verstreut, sind den Themenblöcken Schmuckfotos als Aufmacher vorangestellt und gehen die Bilder häufig bis an den Anschnitt, das heißt an den Rand der Seite. Schriftleiter Norbert Orthen hat Texte von 39 Autoren untergebracht. Dass davon 15 zum ersten Mal i Rheinisch-Bergischen Kalender publizieren, ist ihm Beweis dafür, dass nicht nur die Leser, sondern auch Autoren das Werk goutieren. Mit zwei Beiträgen über Architekten, die das Gesicht von Bergisch Gladbach wesentlich geprägt haben, wird der Kalender 2010 eröffnet. Anlässlich des 90. Geburtstags des Architekten Gottfried Böhm wird dessen Werk in der Region vorgestellt. Weit zurück in der Geschichte geht der zweite Beitrag, der sich dem Architekten des Bensberger Schlosses zuwendet und den Grafen Matteo Alberti und dessen Bauwerke vorstellt. Beitrag über Zwangsarbeit in Burscheid Aus Burscheid stammt ein Beitrag von Sabine Wurmbach über das Schicksal der Zwangsarbeiter während der Nazizeit, unter anderem bei Goetze, Heimathistorikerin und BV-Autorin Marie-Luise Mettlach befasst sich diesmal mit einer jungen Leichlinger Familie, die in Eigenleistung ein Fachwerkhaus in der Ortschaft Hülstrung restauriert haben. Aus Wermelskirchen ist Hobby-Historiker Klaus Breidenbach vertreten, der seinen Beitrag mit Tente-Rollen beginnt, aber in Wirklichkeit (Siedlungs-)Namen des Bereichs Tente aus alten Quellen zusammengetragen hat. Kreispressesprecherin Birgit Bär freut sich, dass das traditionsreiche Buch fortentwickelt werde. Finanziell könne sich der Kreis zurzeit zwar nicht engagieren, aber ideell tue er das durchaus, nicht zuletzt durch die Ausrichtung des Autorenkaffees, bei dem Norbert Orthen möglichst alle zum Gedankenaustausch versammelt. Eine Leseprobe und weitere interessante Informationen rund um den Rheinisch-Bergischen Kalender finden sich auf der Homepage des Kalenders. Rheinisch-Bergischer Kalender 2010, 296 Seiten, farbig illustriert, Hardcover, Heider-Verlag Bergisch Gladbach 2009, ISBN 978-3-87314-444-6, 14,60 Euro.
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Arnold, Hans-Ludwig: geb. 1930 in Bergisch Gladbach. Ingenieur grad., genealogische und heimatkundliche Arbeiten. Lebt in Odenthal-Eikamp. |
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